Viele kleine
Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht
der Welt verändern.
Aus Afrika
Von Oktober 2002 bis November 2003 habe ich in einem Health Center in
Bagamoyo/ Tanzania gearbeitet. Als Freiwillige Krankenschwester lernte
ich das Land, die Menschen, eine andere Kultur und ein anderes Leben kennen
in dem zum Beispiel sehr viel geteilt wird.
Wenn einer die Kosten der Behandlung nicht zahlen kann, übernimmt
es der Nachbar. Wenn einer ein wenig zu essen hat, teilt er noch mit bedürftigeren.
Es ist ein sehr soziales Miteinander von dem wir als Europäer noch
viel lernen können.
Eine andere Erfahrung war, dass man mit wenig sehr viel erreichen kann.
Mit einer fundierten, einfachen Medizin kann man sehr vielen Menschen effizient
behandeln.
Auch sind die Menschen in Tanzania sehr interessiert, wie es ist in Deutschland
oder Europa zu leben. ( Möglichkeit von Fernsehen gibt es kaum) nur
leider haben sie schwer die Möglichkeit im Urlaub nach Europa zu kommen.
Das finde ich ziemlich ungerecht, wir können relativ einfach einen
Flug buchen und eine andere Welt entdecken aber in Tanzania schafft es
nicht mal ein gutverdienender Arzt sich das zu leisten. Daraufhin habe
ich im Jahr 2004 Dr. Gwandu eingeladen, und wir sind 3 Wochen durch Deutschland
gefahren und haben Freunde von ihm besucht und haben Deutschland “entdeckt“ .
Für ich ein Traum, der wahr wurde!
Als er bei einem Gemeindeabend über sein Arbeit erzählte, fragte
jemand nach Problemen bei der Arbeit. Und er erzählte über die
Stromprobleme, die zur Zeit in Tanzania überhand nehmen.
Ohne Strom, für uns fast unvorstellbar, ist es ab 19.00 Uhr dunkel
und was noch schlimmer ist, keine Möglichkeit z.B. eine Malaria zu
diagnostizieren. Dazu braucht das Mikroskop eine Lichtquelle und die arbeitet
nur mit Strom.
Röntgenuntersuchungen, Ultraschall- alles nicht möglich.
Es stellt sich die Frage, was können wir tun?
Lange Rede kurzer Sinn. Wir holten Kostenvoranschläge, sammelten Geld,
und fanden in der Firma SAB eine sehr kompetenten und freundlichen Beratung
und konnten nach einem Jahr einen Stromgenerator für ca. 12000 € nach
Bagamoyo schicken.
Die Freude war gross, denn nun können zu jeder Zeit alle Untersuchungen
gemacht werden.
Durch meinen Einsatz im Ausland kenn ich viele Leute, die ähnlich
wie ich, ihren Einsatzstellen, etwas Gutes tun wollten. Doch es ist schwierig,
weil man immer als Privatperson Spender sucht. Man kann keine Spendenquittungen
ausstellen etc..
So entstand die Idee: wir gründen einen Verein um Menschen, die etwas
verändern wollen, die Welt fairer machen wollen ein Form zu bieten,
um die Hilfe professioneller zu machen.
Und nun sind wir bereit uns einzubringen, uns zu engagieren und zu teilen!
HAND IN HAND e.V.