2005 Stromgenerator
nach Bagamoyo
2006 Reise nach Bagamoyo
2006 Untersützung der „dritten Welt Infogruppe“,
Bad Oldesloe
Bildung für Tének-Frauen in Tanlajás, Mexiko
Im Jahr 2007 leistete ich einen Freiwilligendienst in Mexiko im Rahmen
eines Programmes des Missionsordens der Spiritaner. Meine Aufgabe war es,
in der ländlichen Gemeinde von Tanlajás im Bundesstaat San Luis
Potosí die Grundlage für eine örtliche kirchliche Sozialarbeit
zu schaffen. Um dem einigermaßen gerecht zu werden, habe ich mir viel
Zeit genommen für Besuche auf den Dörfern, manche über mehrere
Tage, um das Leben dort kennen zu lernen und mit den Dorfbewohner zu sprechen,
und habe so einen Einblick bekommen in das heutige Leben dieses indigenen
Volkes. (Über 90 % der Bevölkerung sind Tének-Indianer).
Einzelheiten über meine Arbeit kann meinen Rundbriefen entnommen werden,
die alle erhalten haben, die sich im e-mail-Verteiler des Ladens befinden.
In diesem einen Jahr reifte in mir der Entschluss, in dieser Gemeinde auch
weiter tätig zu sein. Sehr betroffen hat mich in meiner Arbeit, mit an
zu sehen, wie dieses Volk dabei ist, seine kulturellen Wurzeln unwiderruflich
zu verlieren und dadurch auch die sozialen Strukturen zerbrechen. Diejenigen,
die versuchen, die Werte ihrer Kultur zu bewahren und die sozialen Strukturen
aufrecht zu erhalten, sind meist die Frauen und gleichzeitig sind sie es, die
in dieser Gesellschaft die Benachteiligteren sind. Dazu kommt, dass die Lage
für Selbstversorger und Kleinproduzenten auf dem Land durch die weltweite
Situation der Landwirtschaft und durch die mexikanische Agrarpolitik (Freihandelsabkommen
mit den USA und Kanada!) immer schwieriger wird. Die Jungen wandern in die
Städte ab oder in die USA, auch viele Erwachsene, und es gibt in einigen
Dörfern um Tanlajás daher wesentlich mehr Frauen als Männer.
Traditionelle Produkte wie Zucker oder Kunsthandwerk bringen so wenig ein,
dass sich die Herstellung nicht rentiert, die Sozialpolitik des Staates und
staatliche Projekte sind oft nicht an den wirklichen Bedürfnissen orientiert
und dienen schon gar nicht dazu, Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl
bei den Empfängern zu entwickeln. So leben die Menschen völlig perspektivlos,
es reicht für viele gerade zum Nötigsten, Alkoholismus und familiäre
Gewalt gehören fast zum Alltag.
Da mir viele Frauen gesagt haben, sie würden gerne etwas verändern,
wissen aber nicht wie und trauen sich auch nichts zu, ich andererseits aber
auch weiß, dass es dort schon Alternativen für Kleinproduzenten
gibt, z. B. die Mascobado-Kooperative in der Nachbargemeinde oder das Netz
von Kleinproduzenten “Pochtekáyotl” u. a., habe ich mich
entschlossen, für diese Frauen einen umfassenden Kurs anzubieten, der
sowohl ihre Situation als ländliche Selbstversorger angeht, als auch die
Möglichkeiten ausloten soll, wie eigene Produkte besser vermarktet werden
könnten.
Da ich mir nicht einbilde, dass ich die indigene Kultur und die Alltagswirklichkeit
dort schon ausreichend kenne und wirklich verstehe, habe ich eine Frau der
Tének, Alberta Nicasio Santiago, für ihre Mitarbeit bei diesem
Kurs gewonnen, und werde außerdem zu einigen Themen Fachleute einladen,
die ich selbst kennen gelernt habe in diesem Jahr. Zudem werde ich mich selbst
noch zu diesem Kurs fachlich beraten lassen, sowohl was die Organisation angeht
als auch den Inhalt.
Kosten entstehen durch benötigtes Material, Herstellung von Kontakten
per Internet und Telefon bzw. entsprechende Transportkosten, die Vergütung
meiner Mitarbeiterin und der Fachleute, die Unterbringung im Bildungshaus der
Spiritaner und eine Fahrt nach Mexiko-City.
Welche Initiative sich aus diesem Kurs entwickelt, ist natürlich nicht
genau abzusehen, daher kann sich die Frage der weiteren Begleitung vor Ort
erst im Laufe des Kurses klären. Der Förderkreis wird diesen Prozess
ideell mit begleiten und Hilfestellung bei Bedarf an Information oder Kontakten
leisten. Finanzieller Bedarf soll über lokale Möglichkeiten oder
andere Organisationen gedeckt werden.
Bagamoyo
Bagamoyo ist eine kleine Stadt an der Küste Tanzanias. Was einmal
die Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas war ist nun eine dörflich
anmutende Kleinstadt. Die Menschen verdienen sich Ihren Lebensunterhalt
vom Fischfang oder mit dem Tourismus.
1868 kamen die ersten Missionare kauften Sklaven frei und gründeten ein
Christliches Freidorf. Nach einem längeren „ Dornröschenschlaf“ ist
die Missionsstation wieder zum Leben erweckt worden. Was angefangen hat mit einem
Kindergarten ( 1992 ) ist nun ein Unternehmen mit ca. 100 Angestellten. Dazu
gehören ein Museum, eine Kantine, das
Health Center St. Elizabeth, ein Bistro am Strand, eine Tankstelle, einer
der besten Gymnasien des Landes, die „Marian Girls High School“, eine
Grundschule, ein Shop und Lehrwerkstätten für Schreiner, Elektriker
und Schneider/innen.
Immer wieder sind Freiwillige hier im Einsatz. Entweder helfen sie im
Health Center oder in der Schule.
Bei Stromausfall ( sehr häufig zur Zeit ) hilft der Stromgenerator von
Hand in Hand e.V. zur Freude aller weiter. ( besonders im Health Center ist
es wichtig, da ohne Strom nicht einmal einfache Malaria Diagnostiziert werden
kann )
Im St.Elizabeth Health Center werden bis zu 5000 Patienten jährlich
behandelt. Der größte Teil ambulant aber auch in einem Stationären
Bereich können bis zu 20 Patienten betreut werden. Die Hauptdiagnose
ist Malaria, die in einer einfachen mikroskopischen Blutuntersuchung
diagnostiziert werden kann. Andere Krankheiten sind Durchfälle,
Atemwegserkrankungen, Infektionen von Haut und Augen und die Versorgung
von Verletzungen . Auch die Betreuung von Schwangeren und Kleinkindern
( Mutter-Kind-Klinik) ist ein großer Schwerpunkt.
Ein einfaches Labor ist vorhanden um alle Untersuchungen zu machen , die mit
einem Mikroskop möglich sind .
Es wird 24 Stunden gearbeitet. Und auch nach europäischen Maßstäben
wird dort einfach aber sehr gut gearbeitet. Und ich als deutsche Krankenschwester
habe sehr viel gelernt
Missionstation und Health Center St.Elizabeth
Majengo
Majengo ist ein kleiner aufstrebender Vorort Bagamoyos. In einer kurzen
Zeit siedelten sich hier Familien aus dem Landesinneren an. Auch
viele Katholiken kamen und diese nahmen ihr Glaubensleben selbst in die
Hand. Sie organisierten für sich einen Kindergarten und fragten bei
dem Pfarrer um Unterstützung für den Bau eines Kirchenraumes
an. Nun gibt es eine Kirche, eine Grundschule mit Internat und ein
Schwesterhaus. Weitere Projekte vor Ort sind geplant aber auf Grund
von mangelndem Wasser und Elektrizität ist das noch ein wenig
schwierig. Eine Wasserpumpe gibt es - aber leider zur Zeit keinen Strom.
Deswegen wollen wir mit einem Stromgenerator, der das ganze Gelände
versorgen kann, helfen.
Kinderprojekt „Samstagsschule“ in Sri Lanka
mit Bildungs- und Ernährungsprogramm
Dieses Projekt wurde von der Sri Lankerin Lily Sladen in der Nähe
von Keppitipola/ Bandarawela auf dem Land in den zentralen Bergen von
Sri Lanka vor ca. 15 Jahren ins Leben gerufen. Sie erkannte einerseits
die Unter- und Fehlernährung der Kinder anderseits die schlechte
Bildung. So startete sie mit wenigen Kindern aus der Nachbarschaft die „Samstagsschule“.
Bereits nach kurzer Zeit wurde das Projekt gut angenommen und bis zu
60 Kinder kamen und kommen heute aus der näheren Umgebung regelmäßig
zur „Samstagsschule“.
Die Kinder werden hier vorwiegend in Englisch unterrichtet, weil dies
die verbindende und friedensstiftende Sprache in Sri Lanka ist. Mit Englisch
wird den Kindern meist ein Schulabschluss, eine Berufsausbildung und
später eine Arbeitsstelle ermöglicht.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf Ernährung und Erziehung. Die Kinder
sind häufig unter- bzw. fehlernährt, weil sie auf dem Land
hier aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen. Der Vater und
die älteren Geschwister arbeiten überwiegend in einer größeren
Stadt oder im Tourismusbereich an der Küste und wohnen dort. Die
Mutter bleibt mit den anderen Kindern auf dem Land zurück, wobei
mit den vielen alltäglichen und arbeitsintensiven Pflichten für
die Mutter (Wäsche mit Hand waschen, Wasser holen z.B. 1km entfernt
am Brunnen, Feuerholz sammeln) die Kinder häufig sich selbst überlassen
sind oder bei den Alltagstätigkeiten mitarbeiten. Ausreichende bzw.
ausgewogene Ernährung und eine Erziehung sind dabei nur begrenzt
möglich.
Bei der Tsunami Naturkatastrophe sind in vielen Familien die Ernährer/
Geldverdiener schwer verletzt oder ums Leben gekommen. Nach Berichten
von Fr. Lily Sladen sind fast in jeder Familie der Vater oder ältere
Geschwister zu beklagen, weil das Unglück in der Hochsaison des
internationalen Tourismus in Sri Lanka und gleichzeitig zur eigenen Ferienzeit
sich ereignete, so dass viele einheimische Angestellte, sri lankische
Urlauber und Pilger sich auch an der Küste befanden. Besonders nach
dieser Tsunami Katastrophe wurde diese „Sonntagsschule“ regelmäßig
von den Kindern genutzt, um sich einmal in der Woche satt zu essen. Einige
dieser Familien waren während ihrern Ferien im Dezember 2004 an
die Küste gereist und hatten das Unglück miterlebt. Dabei nutzten
Lehrer die Möglichkeit, dass sich die Kinder mit erwachsener professioneller
Begleitung während der „Sonntagsschule“ über ihre
direkten oder indirekten Erfahrungen bei dem Tsunami austauschen konnten.
Seit einigen Jahren bewegt sich die Anzahl der Schüler in der „Samstagsschule“ um
ca. 60 Kinder. Dieser Projektbeschreibung habe ich eine Unkostenaufstellung
von November 2005 (1762,44 Euro pro Jahr) beigefügt. Ich lege auch
ein paar Fotos von diesem Kinderprojekt bei. Ich denke, ein Betrag von
1500 Euro jährlich könnte dem Projekt „Samstagsschule“ ein
dauerhaftes, effektives und nachhaltiges Bestehen ermöglichen. Der
Rest der Unkosten (ca. 265 Euro) sollte meiner Meinung nach weiterhin
durch selbständiges Bemühen um Einzelspenden getragen werden.
Momentan basiert das Projekt auf Einzelspenden, was die Kontinuität
z.T. recht schwierig macht. Fr. Lily Sladen möchte aufgrund ihres
Alters neben ihrer Tochter Sonia drei bis vier Lehrer regelmäßig
anstellen (nicht wie bisher, wie das Geld reicht), um das Fortbestehen
und das Niveau zu gewährleisten. Ihre Tochter Sonia, 32 Jahre, ist
werktags an einer internationalen Secondary School als Lehrerin tätig.
!994/ 1995 habe ich selbst während eines einjährigen sozialpädagogischen
Praktikums in Sri Lanka Fr. Lily Sladen, ihre Familie und dieses Kinderprojekt
kennen gelernt. In dieser Zeit besuchte ich mehrmals Fr. Sladen und die „Sonntagsschule“.
Dabei gewann ich einen äußerst positiven und zuverlässigen
Eindruck von Fr. Lily Sladen und bekam einen sehr guten Einblick in das
Projekt, das einen effektiven und nachhaltigen Entwicklungsanstoß im
ländlichen verspricht bzw. gibt. Einige der Kinder, die in den 90er
Jahren die „Samstagsschule“ besuchten, sind mittlerweile
erwachsen und haben Dank dieses Projektes gut ihre Schullaufbahn beendet
bzw. stehen bereits im Beruf. Besonders einige Mädchen, die bereit
selbst Mutter sind, lassen ihre erworbene Kenntnisse über ausgewogene
Ernährung bei ihren eigenen Kindern einfließen. Ebenso erkennen
diese jungen Frauen den Sinn als Mutter sich bei ihren Kindern für
eine möglichst gute Erziehung und Schulausbildung einzusetzen.
Meine Familie steht seither in Briefkontakt mit Fr. Lily Sladen und
ihrem Kinderprojekt und verfolgt die stetige und gute Arbeit. Leider
mussten wir feststellen, dass unsere und andere Einzelspenden auf privater
Basis nicht ausreichen bzw. zu unregelmäßig gegeben werden
können, dass Fr. Sladen häufig improvisieren muss. Wie bereits
gesagt, leidet darunter das Niveau sowohl bei der Ernährung als
auch beim Unterricht. Ebenso benötigt Fr. Sladen aufgrund ihres
Alters neben ihrer Tochter (voll berufstätig) weitere professionelle
Unterstützung, damit das Fortbestehen gewährleistet ist. Auf
diese Weise würden sogar mehrere Teilzeitjobs entstehen, was für
die betreffenden Familien in der ländlichen Region von großem
Nutzen wäre.
Ihre Tochter Sonia leitet oder organisiert bereits sehr gekonnt die „Samstagschule“,
wenn Fr. Lily Sladen verhindert ist. Weil die „Samstagsschule“ auf
dem Grundstück der Familie statt findet und die ganze Familie Sladen
mit Leib und Seele dieses Projekt unterstützt, ist dadurch auch
ein langfristiges Fortbestehen unter kontinuierlicher und fähiger
Führung gewährleistet.
Spenden bitte mit dem Kennwort: Sri Lanka