Impressum

Hand In Hand e.V.
Vorsitzende: Antje Grimm
Robert-Koch.Str.10
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Sparkasse Holstein
Kto. 13 45 04 960
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2005 Stromgenerator nach Bagamoyo
2006 Reise nach Bagamoyo
2006 Untersützung der „dritten Welt Infogruppe“, Bad Oldesloe

 

Bildung für Tének-Frauen in Tanlajás, Mexiko

Im Jahr 2007 leistete ich einen Freiwilligendienst in Mexiko im Rahmen
eines Programmes des Missionsordens der Spiritaner. Meine Aufgabe war es, in der ländlichen Gemeinde von Tanlajás im Bundesstaat San Luis Potosí die Grundlage für eine örtliche kirchliche Sozialarbeit zu schaffen. Um dem einigermaßen gerecht zu werden, habe ich mir viel Zeit genommen für Besuche auf den Dörfern, manche über mehrere Tage, um das Leben dort kennen zu lernen und mit den Dorfbewohner zu sprechen, und habe so einen Einblick bekommen in das heutige Leben dieses indigenen Volkes. (Über 90 % der Bevölkerung sind Tének-Indianer). Einzelheiten über meine Arbeit kann meinen Rundbriefen entnommen werden, die alle erhalten haben, die sich im e-mail-Verteiler des Ladens befinden.
In diesem einen Jahr reifte in mir der Entschluss, in dieser Gemeinde auch weiter tätig zu sein. Sehr betroffen hat mich in meiner Arbeit, mit an zu sehen, wie dieses Volk dabei ist, seine kulturellen Wurzeln unwiderruflich zu verlieren und dadurch auch die sozialen Strukturen zerbrechen. Diejenigen, die versuchen, die Werte ihrer Kultur zu bewahren und die sozialen Strukturen aufrecht zu erhalten, sind meist die Frauen und gleichzeitig sind sie es, die in dieser Gesellschaft die Benachteiligteren sind. Dazu kommt, dass die Lage für Selbstversorger und Kleinproduzenten auf dem Land durch die weltweite Situation der Landwirtschaft und durch die mexikanische Agrarpolitik (Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada!) immer schwieriger wird. Die Jungen wandern in die Städte ab oder in die USA, auch viele Erwachsene, und es gibt in einigen Dörfern um Tanlajás daher wesentlich mehr Frauen als Männer. Traditionelle Produkte wie Zucker oder Kunsthandwerk bringen so wenig ein, dass sich die Herstellung nicht rentiert, die Sozialpolitik des Staates und staatliche Projekte sind oft nicht an den wirklichen Bedürfnissen orientiert und dienen schon gar nicht dazu, Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl bei den Empfängern zu entwickeln. So leben die Menschen völlig perspektivlos, es reicht für viele gerade zum Nötigsten, Alkoholismus und familiäre Gewalt gehören fast zum Alltag.
Da mir viele Frauen gesagt haben, sie würden gerne etwas verändern, wissen aber nicht wie und trauen sich auch nichts zu, ich andererseits aber auch weiß, dass es dort schon Alternativen für Kleinproduzenten gibt, z. B. die Mascobado-Kooperative in der Nachbargemeinde oder das Netz von Kleinproduzenten “Pochtekáyotl” u. a., habe ich mich entschlossen, für diese Frauen einen umfassenden Kurs anzubieten, der sowohl ihre Situation als ländliche Selbstversorger angeht, als auch die Möglichkeiten ausloten soll, wie eigene Produkte besser vermarktet werden könnten.
Da ich mir nicht einbilde, dass ich die indigene Kultur und die Alltagswirklichkeit dort schon ausreichend kenne und wirklich verstehe, habe ich eine Frau der Tének, Alberta Nicasio Santiago, für ihre Mitarbeit bei diesem Kurs gewonnen, und werde außerdem zu einigen Themen Fachleute einladen, die ich selbst kennen gelernt habe in diesem Jahr. Zudem werde ich mich selbst noch zu diesem Kurs fachlich beraten lassen, sowohl was die Organisation angeht als auch den Inhalt.
Kosten entstehen durch benötigtes Material, Herstellung von Kontakten per Internet und Telefon bzw. entsprechende Transportkosten, die Vergütung meiner Mitarbeiterin und der Fachleute, die Unterbringung im Bildungshaus der Spiritaner und eine Fahrt nach Mexiko-City.
Welche Initiative sich aus diesem Kurs entwickelt, ist natürlich nicht genau abzusehen, daher kann sich die Frage der weiteren Begleitung vor Ort erst im Laufe des Kurses klären. Der Förderkreis wird diesen Prozess ideell mit begleiten und Hilfestellung bei Bedarf an Information oder Kontakten leisten. Finanzieller Bedarf soll über lokale Möglichkeiten oder andere Organisationen gedeckt werden.

Bagamoyo

Bagamoyo ist eine kleine Stadt an der Küste Tanzanias. Was einmal die Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas war ist nun eine dörflich anmutende Kleinstadt. Die Menschen verdienen sich Ihren Lebensunterhalt vom Fischfang oder mit dem Tourismus.
1868 kamen die ersten Missionare kauften Sklaven frei und gründeten ein Christliches Freidorf. Nach einem längeren „ Dornröschenschlaf“ ist die Missionsstation wieder zum Leben erweckt worden. Was angefangen hat mit einem Kindergarten ( 1992 ) ist nun ein Unternehmen mit ca. 100 Angestellten. Dazu gehören ein Museum, eine Kantine, das
Health Center St. Elizabeth, ein Bistro am Strand, eine Tankstelle, einer der besten Gymnasien des Landes, die „Marian Girls High School“, eine Grundschule, ein Shop und Lehrwerkstätten für Schreiner, Elektriker und Schneider/innen.
Immer wieder sind Freiwillige hier im Einsatz. Entweder helfen sie im Health Center oder in der Schule.
Bei Stromausfall ( sehr häufig zur Zeit ) hilft der Stromgenerator von Hand in Hand e.V. zur Freude aller weiter. ( besonders im Health Center ist es wichtig, da ohne Strom nicht einmal einfache Malaria Diagnostiziert werden kann )

Im St.Elizabeth Health Center werden bis zu 5000 Patienten jährlich behandelt. Der größte Teil ambulant aber auch in einem Stationären Bereich können bis zu 20 Patienten betreut werden. Die Hauptdiagnose ist Malaria, die in einer einfachen mikroskopischen Blutuntersuchung diagnostiziert werden kann. Andere Krankheiten sind Durchfälle, Atemwegserkrankungen, Infektionen von Haut und Augen und die Versorgung von Verletzungen . Auch die Betreuung von Schwangeren und Kleinkindern ( Mutter-Kind-Klinik) ist ein großer Schwerpunkt.
Ein einfaches Labor ist vorhanden um alle Untersuchungen zu machen , die mit einem Mikroskop möglich sind .
Es wird 24 Stunden gearbeitet. Und auch nach europäischen Maßstäben wird dort einfach aber sehr gut gearbeitet. Und ich als deutsche Krankenschwester habe sehr viel gelernt


Missionstation und Health Center St.Elizabeth
Majengo

Majengo ist ein kleiner aufstrebender Vorort Bagamoyos. In einer kurzen Zeit siedelten sich hier Familien aus dem Landesinneren an. Auch viele Katholiken kamen und diese nahmen ihr Glaubensleben selbst in die Hand. Sie organisierten für sich einen Kindergarten und fragten bei dem Pfarrer um Unterstützung für den Bau eines Kirchenraumes an. Nun gibt es eine Kirche, eine Grundschule mit Internat und ein Schwesterhaus. Weitere Projekte vor Ort sind geplant aber auf Grund von mangelndem Wasser und Elektrizität ist das noch ein wenig schwierig. Eine Wasserpumpe gibt es - aber leider zur Zeit keinen Strom. Deswegen wollen wir mit einem Stromgenerator, der das ganze Gelände versorgen kann, helfen.

 
Kinderprojekt „Samstagsschule“ in Sri Lanka
mit Bildungs- und Ernährungsprogramm

Dieses Projekt wurde von der Sri Lankerin Lily Sladen in der Nähe von Keppitipola/ Bandarawela auf dem Land in den zentralen Bergen von Sri Lanka vor ca. 15 Jahren ins Leben gerufen. Sie erkannte einerseits die Unter- und Fehlernährung der Kinder anderseits die schlechte Bildung. So startete sie mit wenigen Kindern aus der Nachbarschaft die „Samstagsschule“. Bereits nach kurzer Zeit wurde das Projekt gut angenommen und bis zu 60 Kinder kamen und kommen heute aus der näheren Umgebung regelmäßig zur „Samstagsschule“.

Die Kinder werden hier vorwiegend in Englisch unterrichtet, weil dies die verbindende und friedensstiftende Sprache in Sri Lanka ist. Mit Englisch wird den Kindern meist ein Schulabschluss, eine Berufsausbildung und später eine Arbeitsstelle ermöglicht.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf Ernährung und Erziehung. Die Kinder sind häufig unter- bzw. fehlernährt, weil sie auf dem Land hier aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen. Der Vater und die älteren Geschwister arbeiten überwiegend in einer größeren Stadt oder im Tourismusbereich an der Küste und wohnen dort. Die Mutter bleibt mit den anderen Kindern auf dem Land zurück, wobei mit den vielen alltäglichen und arbeitsintensiven Pflichten für die Mutter (Wäsche mit Hand waschen, Wasser holen z.B. 1km entfernt am Brunnen, Feuerholz sammeln) die Kinder häufig sich selbst überlassen sind oder bei den Alltagstätigkeiten mitarbeiten. Ausreichende bzw. ausgewogene Ernährung und eine Erziehung sind dabei nur begrenzt möglich.

Bei der Tsunami Naturkatastrophe sind in vielen Familien die Ernährer/ Geldverdiener schwer verletzt oder ums Leben gekommen. Nach Berichten von Fr. Lily Sladen sind fast in jeder Familie der Vater oder ältere Geschwister zu beklagen, weil das Unglück in der Hochsaison des internationalen Tourismus in Sri Lanka und gleichzeitig zur eigenen Ferienzeit sich ereignete, so dass viele einheimische Angestellte, sri lankische Urlauber und Pilger sich auch an der Küste befanden. Besonders nach dieser Tsunami Katastrophe wurde diese „Sonntagsschule“ regelmäßig von den Kindern genutzt, um sich einmal in der Woche satt zu essen. Einige dieser Familien waren während ihrern Ferien im Dezember 2004 an die Küste gereist und hatten das Unglück miterlebt. Dabei nutzten Lehrer die Möglichkeit, dass sich die Kinder mit erwachsener professioneller Begleitung während der „Sonntagsschule“ über ihre direkten oder indirekten Erfahrungen bei dem Tsunami austauschen konnten.

Seit einigen Jahren bewegt sich die Anzahl der Schüler in der „Samstagsschule“ um ca. 60 Kinder. Dieser Projektbeschreibung habe ich eine Unkostenaufstellung von November 2005 (1762,44 Euro pro Jahr) beigefügt. Ich lege auch ein paar Fotos von diesem Kinderprojekt bei. Ich denke, ein Betrag von 1500 Euro jährlich könnte dem Projekt „Samstagsschule“ ein dauerhaftes, effektives und nachhaltiges Bestehen ermöglichen. Der Rest der Unkosten (ca. 265 Euro) sollte meiner Meinung nach weiterhin durch selbständiges Bemühen um Einzelspenden getragen werden.

Momentan basiert das Projekt auf Einzelspenden, was die Kontinuität z.T. recht schwierig macht. Fr. Lily Sladen möchte aufgrund ihres Alters neben ihrer Tochter Sonia drei bis vier Lehrer regelmäßig anstellen (nicht wie bisher, wie das Geld reicht), um das Fortbestehen und das Niveau zu gewährleisten. Ihre Tochter Sonia, 32 Jahre, ist werktags an einer internationalen Secondary School als Lehrerin tätig.

!994/ 1995 habe ich selbst während eines einjährigen sozialpädagogischen Praktikums in Sri Lanka Fr. Lily Sladen, ihre Familie und dieses Kinderprojekt kennen gelernt. In dieser Zeit besuchte ich mehrmals Fr. Sladen und die „Sonntagsschule“. Dabei gewann ich einen äußerst positiven und zuverlässigen Eindruck von Fr. Lily Sladen und bekam einen sehr guten Einblick in das Projekt, das einen effektiven und nachhaltigen Entwicklungsanstoß im ländlichen verspricht bzw. gibt. Einige der Kinder, die in den 90er Jahren die „Samstagsschule“ besuchten, sind mittlerweile erwachsen und haben Dank dieses Projektes gut ihre Schullaufbahn beendet bzw. stehen bereits im Beruf. Besonders einige Mädchen, die bereit selbst Mutter sind, lassen ihre erworbene Kenntnisse über ausgewogene Ernährung bei ihren eigenen Kindern einfließen. Ebenso erkennen diese jungen Frauen den Sinn als Mutter sich bei ihren Kindern für eine möglichst gute Erziehung und Schulausbildung einzusetzen.

Meine Familie steht seither in Briefkontakt mit Fr. Lily Sladen und ihrem Kinderprojekt und verfolgt die stetige und gute Arbeit. Leider mussten wir feststellen, dass unsere und andere Einzelspenden auf privater Basis nicht ausreichen bzw. zu unregelmäßig gegeben werden können, dass Fr. Sladen häufig improvisieren muss. Wie bereits gesagt, leidet darunter das Niveau sowohl bei der Ernährung als auch beim Unterricht. Ebenso benötigt Fr. Sladen aufgrund ihres Alters neben ihrer Tochter (voll berufstätig) weitere professionelle Unterstützung, damit das Fortbestehen gewährleistet ist. Auf diese Weise würden sogar mehrere Teilzeitjobs entstehen, was für die betreffenden Familien in der ländlichen Region von großem Nutzen wäre.

Ihre Tochter Sonia leitet oder organisiert bereits sehr gekonnt die „Samstagschule“, wenn Fr. Lily Sladen verhindert ist. Weil die „Samstagsschule“ auf dem Grundstück der Familie statt findet und die ganze Familie Sladen mit Leib und Seele dieses Projekt unterstützt, ist dadurch auch ein langfristiges Fortbestehen unter kontinuierlicher und fähiger Führung gewährleistet.

Spenden bitte mit dem Kennwort: Sri Lanka